»Kinder sind Hoffnungen.« Novalis (1771-1801)

Der psychotherapeutische Ansatz bei ungewollter Kinderlosigkeit

Ungewollte Kinderlosigkeit oder eingeschränkte Fruchtbarkeit ist ein häufiges Problem. “Wir hätten so gerne ein Kind” – so äußern sich immer mehr Paare, die mit ihren Versuchen, eine Familie zu gründen, erfolglos bleiben. Etwa jedes siebte Paar soll betroffen sein, mit steigender Tendenz.

Die Gründe für eine angeblich ungewollte Kinderlosigkeit werden fast immer in körperlichen Defiziten gesucht, so dass die Zahl der “Kinderwunsch-Zentren” rapide zunimmt. Vielen wird hier auf medizinischem Wege geholfen und sicher brauchen viele Paare “technische” Unterstützung, damit Spermien die Eizelle finden.

Für viele andere ist es hilfreich, vorweg dem psychosomatischen Ansatz eine Chance zu geben. Dieser untersucht psychische Blockaden, die dafür sorgen, dass das Paar kinderlos bleibt. Eine Studie der Universität Jena hat festgestellt, dass Paare mit einer psychotherapeutischen Begleitung deutlich erhöhte Schwangerschaftsraten gegenüber Paaren mit rein medizinischer Behandlung haben.

“Die Paare, die die psychologische Beratung und insbesondere die Paartherapie wahrgenommen hatten, waren durch einen „zunehmenden Hilfebedarf“ gekennzeichnet. Die Unzufriedenheit mit der Gesundheit, die Berufsambivalenz, die Ursachenzuschreibung „subjektive Überforderung“ und insbesondere die Depressivität nahmen bei den Frauen zur Beratungsgruppe signifikant und zur Therapiegruppe noch einmal signifikant zu. Bei den Männern betraf dieses entsprechend die Unzufriedenheit mit der Ehe bzw. Partnerschaft und insbesondere die subjektive Ursachenzuschreibung „Partnerschaft/Sexualität“. Die Analyse ergab, dass vorwiegend die Merkmale der Frauen, die auf ihre deutliche emotionale Belastung und seelischen Stress hinweisen, maßgeblich waren für die Inanspruchnahme von Beratung bzw. Therapie.” nach: http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/index.php?id=2932

Die psychologische Beratung und Psychotherapie hat zum Ziel, unbewusste Glaubenssätze aufzuspüren, die eine kinderlose Partnerschaft als die “vorteilhaftere” Lösung für das weitere Leben erscheinen lassen bzw. Traumata in der Biographie und/oder im Familiensystem freizulegen, die durch Schwangerschaft, Geburt und Sorge für ein Baby reaktiviert werden würden. Erst wenn diese therapeutisch bearbeitet werden, schwindet die unbewusste Angst vor den Folgen einer Zeugung und die Körperchemie vollzieht eine Empfängnis auf natürliche Weise.

Die Therapeuten und Therapeutinnen auf dieser Website haben spezielle Fortbildungen für die psychotherapeutische Unterstützung bei unerfülltem Kinderwunsch besucht.